ketterechts.
the only victory is posing.
Sonntag, 19. Mai 2013
Kette rechts. Kette quitscht.
Sie ist gut. Sie ist schön und sie ist nicht billig. Die Campagnolo Super Record 11fach Kette. Und sie quitscht. Vor allem wenn es nass war. Und eine quitschende Kette ist ein absolutes "no go". Eine Kette muss sich geschmeidig um die Ritzeln fügen. Sie muss surren. Im Speziellen, wenn mit Kette rechts gefahren. Sie muss sauber sein (so wie die Ritzel selber, damit man die 6 Titanritzel der Super Record 11fach Kassette auch erkennen kann - € 262 sollen sich auch bemerkbar machen). Bei mir war das letztens leider nicht der Fall. Die 90 km beim Linztriahlon im Regen habe ihr zugefügt. Vor allem der feine Staub und Sand, der sich dann überall einnistet. Ich muss Kette wechseln. Aber mir fehlt das Spezialwerkzeug dafür. Denn das braucht man jetzt. Sonst bricht die Niete ständig ab. Ich weiß das aus Erfahrung. 3 davon habe ich vernichtet. Ist bereits 3 Jahre her. Aber es schmerzt immer noch. Jede Niete kostet € 11,-. Man muss heute nicht nur gute Beine haben, sondern auch Techniker sein.
Mittwoch, 15. Mai 2013
Mein FH OÖ Linztriathlon 2013.
Eine Halbdistanz aus der Sicht eines Athleten. Leider ist die Kamera beim Laufsplit
etwas angelaufen ;-). Anfängerfehler.
etwas angelaufen ;-). Anfängerfehler.
Dienstag, 14. Mai 2013
Vom Titanmann zum Ironmann. Mein 1. Triathlon 2013
Viel habe ich schon geschrieben. Über diesen 9. FH OÖ Linztriathlon 2013. Aber nicht alles. Beispielsweise, dass ich drittbester Italiener geworden bin. Von drei (A.d.R). Oder dass ich beinahe den Startschuss verpasst hätte. Wie halt immer. Warum? Ganz einfach. Um 9:00 wollte ich mein Rad einchecken und checke, dass meine Startnummer nicht dort war, wo ich sie gebraucht hätte. Am Startnummernband. Leider war Sie in meinem Büro. 10 km vom Pleschingersee entfernt. Also rauf auf's Rad und rein in die Stadt. Die 206 lag auf meinem Schreibtisch. Zurück zum See. Helm auf. Startnummer aufs Band und rein in die Wechselzone. Es war knapp nach 9:30. Nur einem Flirt mit der Security verdanke ich, dass ich durch den Zapfenstreich nicht außerhalb der Wechselzone bleiben musste. Ein Puls von 180 und knappe 20 km, die an meiner Princess of Pain nicht spurlos vorüber gegangen waren. Dreck. Schmutz, Sand und Laub zierten meinen Carbonrahmen. Sie war so schön geputzt und sauber.
Die verbliebene Zeit überbrückte ich als Helfer meines Vereines Trirun und später die richtige Entscheidung zu treffen, was ich denn beim Radsplit für Kleidung anziehen sollte. Ich überlegte und reüberlegte. Bis eine Entscheidung fiel. Sehr spät. Denn ich hätte schon im Neo sein sollen. Also Vollgas in den Neo. Das letzte Mal, dass ich in diesem Kondom steckte war bei der Challenge Roth Mitte Juli 2012 (in Podersdorf war ja Neoverbot). Meine Routine beim Ankleiden sicherte mir ein paar wertvolle Sekunden. Aber die nächste Herausforderung und Prüfung stand bevor. Das Anbringen der GoPro auf meinem Kopf. Zuerst eine Haube, dann die GoPro und dann noch eine Haube. Die rote, offizielle. Die Kamera selber befestigte ich noch mit einem Band am Reisverschluss des Neos. Hätte mir doch jemand die Kamera von Kopf gestoßen, wäre diese so nicht im See versunken. Zum Glück ist das nicht passiert. Danke an dieser Stelle an Martin F. für den 7fachen Knoten. PS: Habe diesen bis heute noch nicht offen. Und danke an dieser Stelle an Martin F. für die schrecklichen Worte "es ist 3 Minuten vor 12".
Ich hatte also gute 800 Meter bis zum Start zurückzulegen. Diese schaffte ich in der Zeit. Stieg ins Wasser. Postierte mich irgendwo traf noch den @TriathlonDog und schon gings los. Einschwimmen? Witzig!
Das Schwimmen.
Mein Ziel war es, die GoPro heil aus dem Wasser zu bekommen. Ich hielt mich also der Ideallinie ziemlich fern. Vermied jeden Körperkontakt und wurde das eine und andere Mal ziemlich weit nach außen gedrängt. Das bescherte mir am Ende auch eine Garmin Forerunner 910xt aufgezeichnete 2,1 km Plantschlinie. Immer wieder drückte ich auf den Aufnahmeknopf, um die besten Szenen zu filmen. Da ich nur 2 Akkus zur Verfügung hatte, wollte ich nicht das gesamte Schwimmen filmen. Auch wegen der Unmengen an Daten. Hauptsächlich die Kämpfe an den Bojen, der Landgang und der Aussteig sollten die Faszination Triathlon einsammeln.
Summa summarum hatte ich mit 37min+ eine respektable Schwimmzeit (meine Bestzeit leigt bei 34!). Und das mit meiner kaputten und motorisch beeinträchtigten Elle (Ja. Ich jammere wieder. Weil es weh tut).
T1.
Prädikat: Zum Vergessen. Ich konnte den Neo ja nicht auf dem Weg in die Wechselzone öffnen, da die GoPro ja am Reisverschlussband hing. Also musste ich zuerst die Kamera aus der Kopfhalterung nehmen und diese an der Fahrradhalterung befestigen. Neo raus. Radschuhe rein. Diese hatte ich vorher schon mit Castelli Toe Thingy übergeschuht. Was für eine goldrichtig Entscheidung. PS: diese Dinger habe ich seit ca. 5 Jahren zu Hause und noch nie verwendet. Über das Tritop zog ich noch ein dünnes Laufleiberl und eine ärmellose Weste an. Mein Bäuchlein muss es warm haben. Ach ja. Ich habe mich kurz vor 12 noch für eine 3/4 Triahose entschieden. Für warme Knie.
Zurück zur GoPro. Beim befestigen dieser verlor ich eine Mutter. Ich suchte diese dann im satten, nassen Grün. Vergebens. Dafür fand ich einen Vierklee. Stimmt nicht. Aber das ist mir einfach so eingefallen. Zum Glück (MacGyver lässt grüßen) hatte ich so etwas wie ein Ersatzteil, welches ich ummodellierte. Nach mehr als 9 Minuten machte ich mich auf die Radstrecke. Die Wechselzone war bereits radleer.
Der Radsplit:
Ja. Es regnete. Nein. Es schüttete. Noch am Damm Richtung Bundesstraße futterte ich ein Oatsnack. Gestärkt machte ich mich auf den Weg. 90 km durch das idyllische Mühlviertel. Stets Ausschau haltend nach guten Bildern. Kamera an. Kamera aus. Je nach Gefühl. Und immer brav pedalieren. Natürlich war ich mit meinem "normalen" Rennrad etwas gehandicapt. Auch weil ich mit einer Kompakt Kurbel unterwegs war. 50/34 vorne, 11/23 hinten. Bergauf war ich stets dabei. Beim Rest musste ich jenseits der 120 Kurbelumdrehungen aushalten, um halbwegs dabei zu sein. In Summe konnte ich beim Radfahren 88 ( in Worten achtundachtzig) Plätze gut machen. Netto. Nur Radsplit Ein knapper 31er Schnitt stand für die 90 km auf meinem Garmin. Nicht unzufrieden. Fehlen mir im Vergleich zum letzen Jahr 1.500 Trainingskilometer. Es hätte sicher besser sein können. Ich schätze, dass mit meiner Baronesse (54er vorne!) 10 - 15 Minuten drinnen gewesen wären. Spekulation. Ja. Aber eine motivierende. Ich hatte Spass am Rad. Das ließ mir auch die kalten Finger vergessen. Und vielleicht hätte ich 2 Tage zuvor doch keine 226 km Tour machen sollen. Vielleicht. Bei schlechtem Wetter.
T2.
Wieder zum Kotzen. Kamera vom Rad weg und auf den Chest. Laufschuhe an. Weste weg und nach guten 5 Minuten war ich auf der Laufstrecke. Unter jeder Würde. Und verbesserungsfähig. Ich weiß.
Das Laufen.
Eigentlich dachte ich mir, auf den 21 km sterben zu müssen. 2 Marathons im April. Eine sauschlechte Vorbereitung (Ja. Ich jammere. Weil es weh tut. Immer noch). Und müde Beine. Eigentlich. Denn erstaunlicherweise ging es mir gut. Für meine Verhältnisse. Ich konnte die ersten km gleich eine Pace von 4:50 und sogar leicht darunter verinnerlichen. Das brachte mich sauschnell schnell weiter. Ich konnte ettliche Athleten überholen. Netto - nur Laufzeit - waren es 26.
Bemerkenswert war, wie freundlich alle zu mir waren. Da ich mit der GoPro an der Brust unterwegs war, denke ich, dass diese Sympathien der Kamera gegolten haben. Und weniger mir. Am Ende der 2 Runden (die 5 km habe ich sehr konstant durchgepeitsch, wobei die dritten 5 die schnellsten waren), stand eine 1:43 für die Statistik bereit. So schnell bin ich den HM bei einem Halbdistanz noch nie gelaufen. Letztes Jahr in Podersdorf waren es 1:45. Da finishte ich auch gut sub 5, obwohl ich auch unverzeiliche Tranission Zeiten hatte. Ich denke, dass noch mehr drinngen gewesen wäre.
Fazit 1: Jede Menge Filmaterial gesammelt. Leider sind die Bilder vom Laufen etwas getrübt. Schuld ist das Wetter. Und meine Handhabung. Ein Streichen über die Linse hätte meine Stimmung im Nachhinein wesentlich verbessert. Auch die Bilder. So ist die Generalprobe für den Ironman Austria (in Sachen Filmen) zu 66,6% gelungen.
Fazit 2: Ich war, bin und bleibe eine Talent mit viel Potential. Schwächen werden zu Stärken und einstige Stärken sind oft nicht mehr so stark wie sie es hätten sein sollen. Zum Glück ist das "posing" ja der wahre Sieg.
Fazit 3: Triathlon ist schon ein geiler Sport. Aber trotzdem. Rennrad bleibt meine Leidenschaft.
Fazit 4: Ich brauch ein TT für Klagenfurt. Jemand da, der vielleicht jemanden kennt, der mir eines zur Verfügung stellen kann?
Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts.
PS: Video folgt.
Die verbliebene Zeit überbrückte ich als Helfer meines Vereines Trirun und später die richtige Entscheidung zu treffen, was ich denn beim Radsplit für Kleidung anziehen sollte. Ich überlegte und reüberlegte. Bis eine Entscheidung fiel. Sehr spät. Denn ich hätte schon im Neo sein sollen. Also Vollgas in den Neo. Das letzte Mal, dass ich in diesem Kondom steckte war bei der Challenge Roth Mitte Juli 2012 (in Podersdorf war ja Neoverbot). Meine Routine beim Ankleiden sicherte mir ein paar wertvolle Sekunden. Aber die nächste Herausforderung und Prüfung stand bevor. Das Anbringen der GoPro auf meinem Kopf. Zuerst eine Haube, dann die GoPro und dann noch eine Haube. Die rote, offizielle. Die Kamera selber befestigte ich noch mit einem Band am Reisverschluss des Neos. Hätte mir doch jemand die Kamera von Kopf gestoßen, wäre diese so nicht im See versunken. Zum Glück ist das nicht passiert. Danke an dieser Stelle an Martin F. für den 7fachen Knoten. PS: Habe diesen bis heute noch nicht offen. Und danke an dieser Stelle an Martin F. für die schrecklichen Worte "es ist 3 Minuten vor 12".
Ich hatte also gute 800 Meter bis zum Start zurückzulegen. Diese schaffte ich in der Zeit. Stieg ins Wasser. Postierte mich irgendwo traf noch den @TriathlonDog und schon gings los. Einschwimmen? Witzig!
Das Schwimmen.
Mein Ziel war es, die GoPro heil aus dem Wasser zu bekommen. Ich hielt mich also der Ideallinie ziemlich fern. Vermied jeden Körperkontakt und wurde das eine und andere Mal ziemlich weit nach außen gedrängt. Das bescherte mir am Ende auch eine Garmin Forerunner 910xt aufgezeichnete 2,1 km Plantschlinie. Immer wieder drückte ich auf den Aufnahmeknopf, um die besten Szenen zu filmen. Da ich nur 2 Akkus zur Verfügung hatte, wollte ich nicht das gesamte Schwimmen filmen. Auch wegen der Unmengen an Daten. Hauptsächlich die Kämpfe an den Bojen, der Landgang und der Aussteig sollten die Faszination Triathlon einsammeln.
Summa summarum hatte ich mit 37min+ eine respektable Schwimmzeit (meine Bestzeit leigt bei 34!). Und das mit meiner kaputten und motorisch beeinträchtigten Elle (Ja. Ich jammere wieder. Weil es weh tut).
T1.
Prädikat: Zum Vergessen. Ich konnte den Neo ja nicht auf dem Weg in die Wechselzone öffnen, da die GoPro ja am Reisverschlussband hing. Also musste ich zuerst die Kamera aus der Kopfhalterung nehmen und diese an der Fahrradhalterung befestigen. Neo raus. Radschuhe rein. Diese hatte ich vorher schon mit Castelli Toe Thingy übergeschuht. Was für eine goldrichtig Entscheidung. PS: diese Dinger habe ich seit ca. 5 Jahren zu Hause und noch nie verwendet. Über das Tritop zog ich noch ein dünnes Laufleiberl und eine ärmellose Weste an. Mein Bäuchlein muss es warm haben. Ach ja. Ich habe mich kurz vor 12 noch für eine 3/4 Triahose entschieden. Für warme Knie.
Zurück zur GoPro. Beim befestigen dieser verlor ich eine Mutter. Ich suchte diese dann im satten, nassen Grün. Vergebens. Dafür fand ich einen Vierklee. Stimmt nicht. Aber das ist mir einfach so eingefallen. Zum Glück (MacGyver lässt grüßen) hatte ich so etwas wie ein Ersatzteil, welches ich ummodellierte. Nach mehr als 9 Minuten machte ich mich auf die Radstrecke. Die Wechselzone war bereits radleer.
Der Radsplit:
Ja. Es regnete. Nein. Es schüttete. Noch am Damm Richtung Bundesstraße futterte ich ein Oatsnack. Gestärkt machte ich mich auf den Weg. 90 km durch das idyllische Mühlviertel. Stets Ausschau haltend nach guten Bildern. Kamera an. Kamera aus. Je nach Gefühl. Und immer brav pedalieren. Natürlich war ich mit meinem "normalen" Rennrad etwas gehandicapt. Auch weil ich mit einer Kompakt Kurbel unterwegs war. 50/34 vorne, 11/23 hinten. Bergauf war ich stets dabei. Beim Rest musste ich jenseits der 120 Kurbelumdrehungen aushalten, um halbwegs dabei zu sein. In Summe konnte ich beim Radfahren 88 ( in Worten achtundachtzig) Plätze gut machen. Netto. Nur Radsplit Ein knapper 31er Schnitt stand für die 90 km auf meinem Garmin. Nicht unzufrieden. Fehlen mir im Vergleich zum letzen Jahr 1.500 Trainingskilometer. Es hätte sicher besser sein können. Ich schätze, dass mit meiner Baronesse (54er vorne!) 10 - 15 Minuten drinnen gewesen wären. Spekulation. Ja. Aber eine motivierende. Ich hatte Spass am Rad. Das ließ mir auch die kalten Finger vergessen. Und vielleicht hätte ich 2 Tage zuvor doch keine 226 km Tour machen sollen. Vielleicht. Bei schlechtem Wetter.
T2.
Wieder zum Kotzen. Kamera vom Rad weg und auf den Chest. Laufschuhe an. Weste weg und nach guten 5 Minuten war ich auf der Laufstrecke. Unter jeder Würde. Und verbesserungsfähig. Ich weiß.
Das Laufen.
Eigentlich dachte ich mir, auf den 21 km sterben zu müssen. 2 Marathons im April. Eine sauschlechte Vorbereitung (Ja. Ich jammere. Weil es weh tut. Immer noch). Und müde Beine. Eigentlich. Denn erstaunlicherweise ging es mir gut. Für meine Verhältnisse. Ich konnte die ersten km gleich eine Pace von 4:50 und sogar leicht darunter verinnerlichen. Das brachte mich sauschnell schnell weiter. Ich konnte ettliche Athleten überholen. Netto - nur Laufzeit - waren es 26.
Bemerkenswert war, wie freundlich alle zu mir waren. Da ich mit der GoPro an der Brust unterwegs war, denke ich, dass diese Sympathien der Kamera gegolten haben. Und weniger mir. Am Ende der 2 Runden (die 5 km habe ich sehr konstant durchgepeitsch, wobei die dritten 5 die schnellsten waren), stand eine 1:43 für die Statistik bereit. So schnell bin ich den HM bei einem Halbdistanz noch nie gelaufen. Letztes Jahr in Podersdorf waren es 1:45. Da finishte ich auch gut sub 5, obwohl ich auch unverzeiliche Tranission Zeiten hatte. Ich denke, dass noch mehr drinngen gewesen wäre.
Fazit 1: Jede Menge Filmaterial gesammelt. Leider sind die Bilder vom Laufen etwas getrübt. Schuld ist das Wetter. Und meine Handhabung. Ein Streichen über die Linse hätte meine Stimmung im Nachhinein wesentlich verbessert. Auch die Bilder. So ist die Generalprobe für den Ironman Austria (in Sachen Filmen) zu 66,6% gelungen.
Fazit 2: Ich war, bin und bleibe eine Talent mit viel Potential. Schwächen werden zu Stärken und einstige Stärken sind oft nicht mehr so stark wie sie es hätten sein sollen. Zum Glück ist das "posing" ja der wahre Sieg.
Fazit 3: Triathlon ist schon ein geiler Sport. Aber trotzdem. Rennrad bleibt meine Leidenschaft.
Fazit 4: Ich brauch ein TT für Klagenfurt. Jemand da, der vielleicht jemanden kennt, der mir eines zur Verfügung stellen kann?
Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts.
PS: Video folgt.
Sonntag, 12. Mai 2013
9. FH OÖ Linztriathlon. Der Radsplit.
90 km bei Sauwetter. Nässe. Kälte. Triathlon ist halt kein Sonntagsspaziergang.
Samstag, 11. Mai 2013
Freitag, 10. Mai 2013
Vom Titanmann zum Ironmann. Woche 8. Das Interview.
Mangels medialer Berichterstattung habe ich mich selbst zum Interview getroffen. Grund war der bevorstehende FH Linz Triathlon morgen Samstag. Mein erster Triathlon im Jahr 2013 und somit der Start in die Rennsaion.
Ketterechts: Bist du aufgeregt?
Ketterechts: Keine Ahnung. Frag mich morgen 15 Minuten vor der Start. Sofern ich nicht schon wieder am WC bin.
Ketterechts: Was können wir uns von dir morgen erwarten?
Ketterechts: Dass ich schwimme, Rad fahre und laufen werde. Das kann man sich erwarten. Sofern das Wetter mitspielt. Ich mag es nicht, wenn es regnet oder kalt ist. Ein Triathlon sollte unter 25 Grad Außentemperatur gar nicht gestartet werden. Man fährt ja auch nicht Ski, wenn es zu warm ist.
Ketterechts: Memme?
Ketterechts: Das hat nichts mit Memme oder Weichei zu tun? Es macht einfach keinen Spass, plitsch nass aufs Fahrrad zu steigen, um dann 90 km oder mehr zu frieren. Beim Triathlon muss der Schweiß fließen. Der Körper muss glänzen und nicht zittern. Die Zuschauer lieben es, wenn man sich eine Flasche Wasser über dem Nacken ausleert.
Ketterechts: Wie geht's dir körperlich?
Ketterechts: Medizinisch gesehen bin ich geheilt. Meine gebrochene Elle ist soweit wieder zusammengewachsen. Die Schweinsbratennaht ist dank Physiotherapie halbwegs anschaulich geworden. Die Motorik selber lässt aber leider noch etwas zu wünschen übrig. Ich kann beim Schwimmen nicht wirklich einen vollen Zug machen, spüre beim Radfahren jeden Schlag und kann diverse Lenkerhaltungen vergessen und beim Laufen tut der Arm meistens schon so weh, dass ich ihn immer mehr anwinkle.
Ketterechts: Warum startest du dann?
Ketterechts: Kann ich jemanden zu Hause anrufen?
Ketterechts: Triathlon ist hauptsächlich das Jonglieren mit Zeiten. Mich würde es schon interessieren, ob du dich damit beschäftigst.
Ketterechts: Natürlich beschäftige ich mich auch damit. Ich würde gerne in 24 Minuten Schwimmen. In 2 Stunden Radfahren (oder knapp darüber) und dann einen Halbmarathon in 1:20 hinknallen.
Ketterechts: Und?
Ketterechts: Wird sich in diesem Leben nicht mehr ausgehen.
Ketterechts: Was ist dann dein Ziel für morgen?
Ketterechts: Ich werde mit der GoPro an den Start gehen. Und das Rennen aus der Sicht eines Athleten filmen. Der Schwimmstart. Der Kampf an den Bojen. Der Landgang. Der Wasseraussteig. Der Weg in die Wechselzone. Einzelne Passagen auf der Radstrecke. Steigungen. Abfahrten. Überholmanöver. Die Windschattenlutscher. Die Labstationen. Catch the Moped (sofern mir eines unterkommt). Die Positionskämpfe beim Laufen und die leidenden Gesichter auf den letzten Kilometern.
Ketterechts: Coole Idee!
Ketterechts: Danke.
Ketterechts: Und in welcher Zeit möchtest du das schaffen?
Ketterechts: Danke für das Gespräch.
Ketterechts: Bist du aufgeregt?
Ketterechts: Keine Ahnung. Frag mich morgen 15 Minuten vor der Start. Sofern ich nicht schon wieder am WC bin.
Ketterechts: Was können wir uns von dir morgen erwarten?
Ketterechts: Dass ich schwimme, Rad fahre und laufen werde. Das kann man sich erwarten. Sofern das Wetter mitspielt. Ich mag es nicht, wenn es regnet oder kalt ist. Ein Triathlon sollte unter 25 Grad Außentemperatur gar nicht gestartet werden. Man fährt ja auch nicht Ski, wenn es zu warm ist.
Ketterechts: Memme?
Ketterechts: Das hat nichts mit Memme oder Weichei zu tun? Es macht einfach keinen Spass, plitsch nass aufs Fahrrad zu steigen, um dann 90 km oder mehr zu frieren. Beim Triathlon muss der Schweiß fließen. Der Körper muss glänzen und nicht zittern. Die Zuschauer lieben es, wenn man sich eine Flasche Wasser über dem Nacken ausleert.
Ketterechts: Wie geht's dir körperlich?
Ketterechts: Medizinisch gesehen bin ich geheilt. Meine gebrochene Elle ist soweit wieder zusammengewachsen. Die Schweinsbratennaht ist dank Physiotherapie halbwegs anschaulich geworden. Die Motorik selber lässt aber leider noch etwas zu wünschen übrig. Ich kann beim Schwimmen nicht wirklich einen vollen Zug machen, spüre beim Radfahren jeden Schlag und kann diverse Lenkerhaltungen vergessen und beim Laufen tut der Arm meistens schon so weh, dass ich ihn immer mehr anwinkle.
Ketterechts: Warum startest du dann?
Ketterechts: Kann ich jemanden zu Hause anrufen?
Ketterechts: Triathlon ist hauptsächlich das Jonglieren mit Zeiten. Mich würde es schon interessieren, ob du dich damit beschäftigst.
Ketterechts: Natürlich beschäftige ich mich auch damit. Ich würde gerne in 24 Minuten Schwimmen. In 2 Stunden Radfahren (oder knapp darüber) und dann einen Halbmarathon in 1:20 hinknallen.
Ketterechts: Und?
Ketterechts: Wird sich in diesem Leben nicht mehr ausgehen.
Ketterechts: Was ist dann dein Ziel für morgen?
Ketterechts: Ich werde mit der GoPro an den Start gehen. Und das Rennen aus der Sicht eines Athleten filmen. Der Schwimmstart. Der Kampf an den Bojen. Der Landgang. Der Wasseraussteig. Der Weg in die Wechselzone. Einzelne Passagen auf der Radstrecke. Steigungen. Abfahrten. Überholmanöver. Die Windschattenlutscher. Die Labstationen. Catch the Moped (sofern mir eines unterkommt). Die Positionskämpfe beim Laufen und die leidenden Gesichter auf den letzten Kilometern.
Ketterechts: Coole Idee!
Ketterechts: Danke.
Ketterechts: Und in welcher Zeit möchtest du das schaffen?
Ketterechts: Danke für das Gespräch.
Montag, 6. Mai 2013
Vom Titanmann zum Ironmann. Woche 7. Mein erster 200er. Teil 2.
Gestärkt vom Essen auf Carbonrädern musste ich mich erst einmal wieder orientieren. Unendliche Weiten vor mir und Straßenschilder Richtung Gloggnitz. Das ist ja nahe Semmering/Schneeberg. Aha! Wo zum Teufel war ich eigentlich. Ich hatte so im Hinterkopf, dass ich jetzt Richtung Mariazell, Lilienfeld bzw. St. Pölten muss. Denn mein Ziel war Hainfeld. Das kenne ich von anderen Runden. Und ich wusste, dass Hainfeld ca. 25 km von St. Pölten entfernt ist. Also zuerst einmal iPhone und Google Map (ja, der Garmin EDGE 500 hat zwar eine Karte aber nicht DIE Karte, die ich jetzt gebraucht hätte). Aha Nummer 2. Ich war echt irgendwo. Also vollstes Vertrauen auf den Garmin und weiter. Nach ein paar Kilometern wieder eine Streckenabweichung. Ich sollte wieder über einen Güterweg zur "Kalte Kuchl". Sicher nicht. Wegen der Elle. Das wissen Sie ja. Also, ein kleiner Umweg über die Hauptstraße. Und siehe da. Ich war wieder auf der Strecke.
Zu diesem Zeitpunkt war ich schon etwas hinter meinem Fahrplan. Nicht der rennmäßige (Virtual Partner). Sonder jener, der mich zu meinem Abendprogramm hätte führen müssen. Also kürzte ich in der Kalten Kuchl rechst ab und führ gleich Richtung Kleinzell und Rohrbach an der Gölsen. Laut Garmin eine Verkürzung von ca. 25 km (also nicht über Freiland, Lilienfeld und Traisen). Der jetztige Streckenabschnitt wieder voll gegen den Wind und äußerst charakterbildend. Ohne iPod Shuffle. Nur mit meinen Gedanken. Was für Gedanken. Zensur.
Es ging aber weiter. Und ich erreichte Rohrbach und in weiterer Folge dann Hainfeld. Hier machte ich eine weitere kleine Billa-Pause. 1 Milka Tender, 1 Red Bull Cola, 1 Snickers und Wasser für meine Trinkflaschen. Mit jetzt Rückenwind ging es dann weiter im Triestingtal. Nicht lange. Dann nach 2 km hieß es abbiegen Richtung Klamm bzw. in weiterer Folge Richtung Brand-Laaben.
Ab diesem Zeitpunkt war ich dann auf der Strecke des Wienerwald Radmarathons, den es leider heuer nicht mehr gegeben hat. Zwei kleine aber doch anspruchsvolle Hügel. Der erste Richtung Klamm eher gemütlich, aber von Brand-Laaben dann Richtung Klausen-Leopoldsdorf eher ungemütlich. 3 - 4 km die es in sich hatten. Kette links. Ja.
Mit guten Ortskenntnissen lässt es sich auch leichter radeln. So schoss ich Richtung Klausen-Leopoldsdorf, weiter nach Alland und dann durch das Helenental Richtung Baden. Alles mit gutem Wind im Nacken. Schnitt weit über die 35 km/h. Unterlenker. Versteht sich. Am letzten Zipfel meines Sattels. Training für den Ironman. Denn wie es aussieht starte ich mit einem herkömmlichen Rennrad. Ohne Aufleger. Denn dieser passt nicht auf meinen m.o.s.t. Leinker. Shit happens. Hier nochmals eine kleine Träne. Für meine Baronesse. Gestohlen letztes Jahr aus einem Keller in Wien.
In Baden selber hatte ich noch eine große Lücke zu meinem 200er. Aufgrund der Abkürzung. So fuhr ich außen um Baden (auch um in der Stadt mit Stop-and-Go meinen Schnitt nicht kaputt zu machen) herum Richtung Pfaffstätten. Von dort dann hinauf nach Gaaden, hinunter Richtung Mödling, mit einem Abstecher nach Sparbach, Sulz und dann hinunter nach Kaltenleutgeben bis wieder zur Triester Straße. Diese erreicht war der 200er voll. Ganze 7h und 10 Minuten im Sattel. Ganz allein. Gut für die Psyche.
Fazit: Eine traumhafte Tour durch unbekannte Landschaften und Gegenden. Es riecht nach Wiederholung. Denn Gloggnitz von Rohr im Gebirge zieht mich magisch an. Und auch St. Aegyd. Oder Puchberg am Schneeberg oder Markt Priesting. Alles Ziele, die ich noch ins Visier nehmen werde. Es soll ja nicht mein letzter 200er gewesen sein.
Nach dem Linz Triathlon am 11.05. und dem Kärtner Radmarathon am 26.5. werde ich am 30.05. mit Bike4Dreams einen 300er hinlegen. Wien - Klagenfurt Non-Stop. Und am nächsten Tag fahre ich retour. Allein. Also 600 km in 2 Tagen. Das ist der Plan. Gott stehe mir bei.
Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts.
Zu diesem Zeitpunkt war ich schon etwas hinter meinem Fahrplan. Nicht der rennmäßige (Virtual Partner). Sonder jener, der mich zu meinem Abendprogramm hätte führen müssen. Also kürzte ich in der Kalten Kuchl rechst ab und führ gleich Richtung Kleinzell und Rohrbach an der Gölsen. Laut Garmin eine Verkürzung von ca. 25 km (also nicht über Freiland, Lilienfeld und Traisen). Der jetztige Streckenabschnitt wieder voll gegen den Wind und äußerst charakterbildend. Ohne iPod Shuffle. Nur mit meinen Gedanken. Was für Gedanken. Zensur.
Es ging aber weiter. Und ich erreichte Rohrbach und in weiterer Folge dann Hainfeld. Hier machte ich eine weitere kleine Billa-Pause. 1 Milka Tender, 1 Red Bull Cola, 1 Snickers und Wasser für meine Trinkflaschen. Mit jetzt Rückenwind ging es dann weiter im Triestingtal. Nicht lange. Dann nach 2 km hieß es abbiegen Richtung Klamm bzw. in weiterer Folge Richtung Brand-Laaben.
Ab diesem Zeitpunkt war ich dann auf der Strecke des Wienerwald Radmarathons, den es leider heuer nicht mehr gegeben hat. Zwei kleine aber doch anspruchsvolle Hügel. Der erste Richtung Klamm eher gemütlich, aber von Brand-Laaben dann Richtung Klausen-Leopoldsdorf eher ungemütlich. 3 - 4 km die es in sich hatten. Kette links. Ja.
Mit guten Ortskenntnissen lässt es sich auch leichter radeln. So schoss ich Richtung Klausen-Leopoldsdorf, weiter nach Alland und dann durch das Helenental Richtung Baden. Alles mit gutem Wind im Nacken. Schnitt weit über die 35 km/h. Unterlenker. Versteht sich. Am letzten Zipfel meines Sattels. Training für den Ironman. Denn wie es aussieht starte ich mit einem herkömmlichen Rennrad. Ohne Aufleger. Denn dieser passt nicht auf meinen m.o.s.t. Leinker. Shit happens. Hier nochmals eine kleine Träne. Für meine Baronesse. Gestohlen letztes Jahr aus einem Keller in Wien.
In Baden selber hatte ich noch eine große Lücke zu meinem 200er. Aufgrund der Abkürzung. So fuhr ich außen um Baden (auch um in der Stadt mit Stop-and-Go meinen Schnitt nicht kaputt zu machen) herum Richtung Pfaffstätten. Von dort dann hinauf nach Gaaden, hinunter Richtung Mödling, mit einem Abstecher nach Sparbach, Sulz und dann hinunter nach Kaltenleutgeben bis wieder zur Triester Straße. Diese erreicht war der 200er voll. Ganze 7h und 10 Minuten im Sattel. Ganz allein. Gut für die Psyche.
Fazit: Eine traumhafte Tour durch unbekannte Landschaften und Gegenden. Es riecht nach Wiederholung. Denn Gloggnitz von Rohr im Gebirge zieht mich magisch an. Und auch St. Aegyd. Oder Puchberg am Schneeberg oder Markt Priesting. Alles Ziele, die ich noch ins Visier nehmen werde. Es soll ja nicht mein letzter 200er gewesen sein.
Nach dem Linz Triathlon am 11.05. und dem Kärtner Radmarathon am 26.5. werde ich am 30.05. mit Bike4Dreams einen 300er hinlegen. Wien - Klagenfurt Non-Stop. Und am nächsten Tag fahre ich retour. Allein. Also 600 km in 2 Tagen. Das ist der Plan. Gott stehe mir bei.
Stay tuned.
Cristian Gemmato aka @_ketterechts.
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